Verfasst von: dietauschlade | 2 September 2014

nebenbei berlin [114]

hausaufschrift_iloveyou

Wir hatten eine Welt gemeinsam, von der wir unterschiedliche
Aspekte wahrnahmen. Diese Unterschiede waren unser Reichtum.
(André Gorz: Brief an D.)

Verfasst von: dietauschlade | 28 August 2014

wiese

grünPflanzen
ich freue mich über | tomaten und mangold | gurke und ringelblumen | dill und walderdbeeren. | radieschen und pfefferminz | schnittlauch und bohnen | waldmeister und den pflücksalat | in meinem balkongärtchen. || doch der anblick des runden topfs | voll ungeplanter wilder wiese | lässt mein herz | wie zu kindertagen | hüpfen.

Verfasst von: dietauschlade | 27 August 2014

nebenbei berlin [113]

Liebesbotschaft

And only when Nadège came down from the bus in Queens (…), did I see the similarity, the echo that was like John the Baptist’s echo of Elijah, two individuals separated in time and vibrating on a singular frequency, only then did I remember that I had imagined a future life with this other girl when we had both been eight or nine years old (…). (Teju Cole: Open City)

manche fundstücke fallen auf. allerdings ohne nachhall. lediglich aus einem gefühl heraus nehme ich sie mit. doch (hunderte meter weiter) taucht plötzlich eine nächste entdeckung auf. und diese ruft ein widerhall des|der vorher gesehenen hervor. klick!

Verfasst von: dietauschlade | 27 August 2014

knopfklänge

knopfglasOther elemental sounds: thunder; the tick tick tick of the gas stove lighter; the squeek and release of the third-to-last step on the front stairs; laughter (…); the couloir winds sweeping the hay fields, particularly in the fall, when the leaves made that soft tickling noise across the feathery seed clusters of the grasses; gunshots; the scratch of a Gillot’s nib on fresh paper. (Reif Larsen: The selected works of T.S. Spivet)

…oder das rascheln & rasseln der knöpfe im großen glas, in dem das besuchskind (das mit seinen eltern eine raststation bei uns einlegte und so das letzte ferienwochenende wunderbar durcheinander wirbelte) unermüdlich und konzentriert wühlt…

Verfasst von: dietauschlade | 22 August 2014

nebenbei berlin [112]

zweigleisig-pola02
…in berlin fährt man zeitweise zweigleisig…

Verfasst von: dietauschlade | 21 August 2014

nebenbei berlin [111]

amEndedesTunnels
manchmal erwartet einen
am ende des tunnels
nicht nur licht,
sondern auch ein luftballon…

Verfasst von: dietauschlade | 19 August 2014

Zeitverweil.

radieschenSchoten
Wie das Wort Zeitvertreib überhaupt zum Wortschatz eines Menschen gehören konnte. Die Zeit, eine Erscheinung dieser Welt, die unwiderruflich mit jeder Minute verlorengeht, die man nicht kaufen, nicht halten kann, diese kostbare Zeit versucht man zu vertreiben. (Janosch: Sandstrand)

eine gute möglichkeit, die zeit der ersten kühlen sommerabende zu nutzen, ist, die radieschensamen aus ihren polsternden schoten zu befreien. um auch nächstes jahr die roten kugeln mit den zarten weißen blüten auf dem balkongärtchen zu genießen.

Verfasst von: dietauschlade | 18 August 2014

Kalenderblätter

Tomatenernte2014

So verstrichen die Winter und Sommer, die Herbste und Frühjahre.
Ein Kalenderblatt nach dem anderen segelte sanft in den Wogen der Winde dahin.
(Marc Degens: pop . mitte . berlin. Ein Lob auf die Mittelmäßigkeit)

…und wieder färben sich die tomaten. die erste konnte ich vor ein paar tagen ernten. voller fruchtfleisch und einem faszinierenden querschnitt. die mitgeernteten kräuter landeten direkt im quark für die pellkartoffeln. vor dem verzehr der roten frucht (mit salz und pfeffer auf avocado, verziert mit einigen raukenblättern) wurden noch einige kerne zum trocknen gewonnen. so dass es auch im nächsten jahr weitergehen kann!

Verfasst von: dietauschlade | 17 August 2014

wolkenbesuch

WolkenBesuch

DIE LEISE WOLKE || Eine schmale, weiße | Eine sanfte, leise | Wolke weht im Blauen hin. | Senke deinen Blick und fühle | Selig sie mit weißer Kühle | Dir durch blaue Träume ziehen. (Hermann Hesse)

Verfasst von: dietauschlade | 16 August 2014

nebenbei berlin [11o]

herrZappa
jüngst
thronte in
einem pankower fenster
mister zappa und beobachtete
spaziergänger|innen.

Verfasst von: dietauschlade | 15 August 2014

nebenbei berlin [1o9]

tarnung2

Der Forscher Fabre || Etwas von der Ruhe | Fabres, | dem der Nachmittag verging | über der Beobachtung | einer Sandwespe. || Auch Fabre wußte nicht, | was das ist: die Zeit. | Aber er ertrug es vielleicht | besser, | weil er so wenig | für sich selber brauchte. || Ein sehr beschäftigter alter Mann | auf einem Stück Provenceerde. | Was die Mühe lohnt, | konnte er | mit bloßem Auge erkennen. (Rainer Malkowski)

…und manchmal vergeht die zeit über der beobachtung eines pappelschwärmers…

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