Posted by: dietauschlade | 15 Mai 2008
wie versprochen, noch ein weiteres bild der steinKreationen zwischen gleisen, welche ich auf zugfahrten nun oft gespannt erwarte. zum einen, weil (so scheint es mir) immer mal wieder neue skulpturen oder muster auftauchen und zum anderen, weil es jedes mal eine herausforderung ist, im plötzlich doch recht schnell erscheinenden zug mit einer plötzlich doch recht langsam reagierenden kamera im richtigen augenblick ein einigermaßen passables bild einzufangen (bei dem auch tatsächlich das gewünschte motiv zu sehen ist)!
trotz dieser ungünstigen geschwindigkeitskonstellation heute ein ‹drei hügel-motiv›…
fas
t eine inSzenierung
würde ich dieses photo (welches während eines ‹planmäßigen halts des zuges› entstand) nennen und liefere - da die bildqualität miserabel und der blickwinkel nicht ideal ist - natürlich auch die erklärung zu bild und titel:
die zwei jugendlichen waren total in ihre schachpartie vertieft, welche sich auch in den basketball-mützen der beiden ausdrückte: schwarz gegen weiß.
Tags: alltagsKunst, augenBlick, foto, inSzenierung, motiv
Posted by: dietauschlade | 13 Mai 2008
ich gebe zu, der name «dieTauschlade» mutet zunächst etwas fremd an - es gibt allerdings eine ganz einfach erklärung:

zu seinem letzten geburtstag schenkte ich dem besten aller ehemänner eine weinschule mitsamt dazugehörender ‹proben›. da ich die flaschen nicht einfach so verschenken wollte - und sich in der weinhandlung keine passende verpackung fand -, machte ich mich im keller meiner eltern auf die suche. gefüllt mit pinseln, lappen und sonstigem kram, stieß ich auf eine (alte) schublade mit charakter, in die vier weinflaschen wie angegossen passten.
das geschenk wurde überreicht, der beschenkte erfreut, die flaschen gelehrt - und ich stand mit einer reizenden schublade da, die genutzt sein wollte. irgendwann kam die idee zum projekt und der name entstand fast von selbst…
Tags: charakter, dieRealeTauschlade, geschenk, idee, ladenevolution, suche, verpackung
Posted by: dietauschlade | 11 Mai 2008

wer kennt das nicht: man möchte einen kartengruß verschicken - doch schon nach zwei sätzen weiß man plötzlich nicht mehr, was man schreiben soll. der
gruß wird dann meist entweder ein grüßlein oder an den papierkorb gesendet.
um solch einen ablauf zu vermeiden, habe ich mir einen ‹strategiewechsel› überlegt:
- in meinem wortSchatz nach un- & gewöhnlichen wörtern suchen
- auf blanco-postkarten kleben
- mit der schreibmaschine eine adressfeld hinzufügen
- bündeln
- in dieTauschlade legen
warum schafft es wordpress einfach nicht, den absatz einzufügen???
und schon liegen 10 postkarten zum tausch bereit, bei denen es einem nicht so schnell die sprache verschlägt!


Tags: brief, lade(n)inhalt, wortSchatz
Posted by: dietauschlade | 11 Mai 2008
eine neue spende hat dieTauschlade erreicht:
‹kopflos›.
eine bleistiftzeichnung (ca. 29×20cm),
deren titel das motiv schon andeutet…
[die zeichnung ist übrigens durch ein transparentpapier geschützt, deswegen das leicht verschwommen scheinende photo]
ganz herzlichen dank an den spender und somit künstler!
es darf getauscht werden!
Tags: künstler, lade(n)inhalt, motiv, spende, zeichnung
Posted by: dietauschlade | 8 Mai 2008
letztens saß ich im zug, meine gewohnt-bekannte strecke zur uni pendelnd, als ich unerwarteterweise zwischen gleisen folgendes motiv aus steinen entdeckte:

nach mehreren misslungenen versuchen, habe ich es endlich geschafft ein - wenn auch leicht verschwommenes - foto mit meinem tragbaren telefon zu machen (die auslösezeiten sind etwas gewöhnungsbedürftig, deswegen auch die unzentriertheit des motivs).
jetzt freue ich mich regelmäßig auf diesen streckenabschnitt - frage mich dabei allerdings auch, wer denn eigentlich diese kreationen zwischen den gleisen gestaltet?! künstlerInnen? bahnarbeiterInnen, die sich langweilen?
fragen über fragen - ich bleibe jedenfalls gespannt auf neue kunstwerke und versuche noch weitere skulpturen fotografisch einzufangen…
Tags: alltagsKunst, augenBlick, foto, frage, künstler, motiv, unerwartet
Posted by: dietauschlade | 5 Mai 2008
vor einigen jahren schickte mir meine schwester diese [ich zitiere] «häßliche karte», die sie allerdings mit einem tollen text von s. clark beschriftete, so dass ich - trotz des abschreckenden fotos - sie immer wieder mal hervor kramte, um mich neu von den ideen anregen zu lassen. meines erachtens passt der text wunderbar zur tauschlade, so dass ich ihn euch (nebst karte) nicht vorenthalten möchte:

wie man ein künstler ist (how to be an artist)
bleibe gelassen. lerne schlangen zu beobachten. pflanze unmögliche gärten. lade jemand gefährlichen zum tee ein. mache kleine schilder, schreibe ‹ja› drauf und verteile sie überall im haus. werde ein freund von freiheit und unsicherheit. freue dich auf träume. weine bei kinofilmen. schaukle so hoch wie du kannst. freue dich über deine unterschiedlichen stimmungen. verweigere es ‹verantwortlich zu sein›. tu alles aus liebe. mache viele mittagsschläfchen. gib geld weiter. tue es jetzt. das geld wird wieder zurückkommen. glaube an zauberei. lache viel. genieße den augenblick. bade im mondlicht. bewahre die ruhe. zeichne auf wände. lies jeden tag. stell dir vor du wärst verzaubert. kichere mit kindern. höre alten leuten zu. öffne dich ein wenig mehr. tauche ein. fühle dich frei. lobe dich selber. lass die angst beiseite. pflege das kind in dir. du bist unschuldig. baue eine burg aus decken. werde oft nass. umarme bäume. geh im regen spazieren. spiele mit allem…
Tags: augenBlick, freiheit, gedicht, idee, künstler