an die typographie von schreibmaschinen kommen die schriftarten der schreibprogramme auf dem computer nicht heran. selbst wenn letztere erstere imitieren, macht der drucker diese versuche zunichte, indem er jedes wort und jeden buchstaben sauber und in der gleichen farbintensität auf das papier bannt. bei schreibmaschinen hingegen ist jedes getippte wort ein unikat: man kann es noch so oft schreiben – mal ist der eine, mal der andere buchstabe hervorgehoben. in manchem fall steht es sauber an seinem platz, dann wiederum ist es von winzigen sprenkeln umgeben.
bei schreibmaschinen stimmen – wie bei guter poesie – inhalt&form überein!
das (ob des kraftvollen, energischen tippens) dunklere, dadurch hervorgehobene ausrufezeichen des satzes «es ist aus!» unterstreicht die (mit jeder faser des körpers gemeinte und ausgedrückte) intensität&finalität der aussage. der gleiche satz in einer e.mail lässt keine schlüsse auf die nachdrücklichkeit des absenders zu – lediglich die wortkombination wirkt…
so [nach dieser langen einleitung zu den vorzügen von schreibmaschinen] saß ich denn letztens in einem berg von arbeit, wissend daß dessen bewältigung einige zeit in anspruch nehmen würde und entdeckte völlig unerwartet, wie einzigartig gabriele nicht nur alle buchstaben schreibt, sondern wie kunstvoll, miniaturengleich ihr undZeichen ist:
nach dieser ‹kunstpause› fiel die arbeit gleich um einiges leichter!



sehr cool. es ist schon schön, wie solche kurzen pausen wieder kraft für die arbeit geben können.
Von: matthew am 7 Juli 2008
um 00:00
apropos…. kennst du den hier?
http://www.youtube.com/watch?v=a7ySmnxy29Q
viel spass
Von: acieleid am 18 Januar 2009
um 21:35
sehr nett! :o)
(kannte ich nicht)
Von: dietauschlade am 18 Januar 2009
um 22:25
[...] wie bereits an anderer stelle erwähnt, faszinieren mich schrift(art)en − bei den einheitstypographien, insbesondere die von [...]
Von: typographie « dieTauschlade am 17 Juni 2009
um 23:01