Verfasst von: dietauschlade | 26 Juli 2016

juliFreuden (2)

juliFreuden_violett

Nicht sich selbst einbauen, sondern die Erde bewohnbar machen, ein Dach decken, ein Haus instand setzen, auch wenn man jeden Tag daran denkt, daß es in wenigen Jahren zerstört werden könnte. Nun gerade Blumen säen, dachte ich dieses Frühjahr, und säte viel mehr als sonst, nun gerade Bilder an die Wand hängen, sagten wir uns, und kauften Bilder, und oft fragte ich mich, wie an diesem Morgen, ob Schönheit – ein Wort, das für mich, so gebraucht, in unsichtbaren Anführungszeichen steht – unter der realen, nahen Bedrohung der Vernichtung aller Zeugnisse unserer Kultur, der häßlichen wie der »schönen«, nicht eine neue Bedeutung bekommen hat. (Christa Wolf: Ein Tag im Jahr. 196o-2ooo)

wie christa wolf, ghislana oder sebastian möchte auch ich allen düsteren meldungen und neuigkeiten ein trotz dem entgegensetzen. trotz dem freue ich mich an den seidenen blüten der auberginenpflanze und an dem wachstum der schlesischen himbeeren, deren samen gitta mir vor zwei jahren zusandte.  trotz dem stelle ich mit hilfe einer schablone sowie den seiten eines alten pflanzenbuches kleine samentütchen für die diesjährigen pflanzensamen her, so dass ich auch im nächsten jahr wieder säen kann. trotz dem genieße ich frisch vom strauch gepflückte haselnüsse und den anblick der blühenden malven im garten urlaubender freunde, die diesen für den pankower freundeskreis großzügig zur verfügung stellten. trotz dem unterstütze ich (soweit es geht) den liebsten und einen verweilenden freund, die mit den rädern holzbretter, schmiergelpapier sowie leinöl besorgten und über mehrere stunden auf unserem balkon werkelten, um für ein möbelfundstück einen passenden aufsatz zu bauen, und bewirte sie mit getränken und abendessen. trotz dem bin ich, wie in jedem jahr, freudig überrascht über die ersten sich färbenden tomaten. trotz dem verbringe ich eine wunderbares abschiedsfrühstück mit der freundin, die bald wieder in ihr heimatland zurückkehrt und genieße gespräche und unsere verbundenheit. trotz dem staune ich über die kleinen paprikapflanzen, die über und über mit früchten behängt sind. trotz dem zelebriere ich die erste tomatenernte in diesem jahr. und trotz dem (oder gerade wegen all dem) möchte ich freude weitergeben und verlose drei mal fünf samentütchen unter all denjenigen, die bis freitag abend an dieser stelle einen kommentar hinterlassen.

juliFreuden_grünOrange

Verfasst von: dietauschlade | 19 Juli 2016

BREAK.

break_1

BREAK ist eine Ausstellung, eine Lesung, ein Magazin. Du besuchst heute die Ausstellung. Im Zentrum stehen Menschen aus Syrien und ähnlich im Alter, Geschlecht und Beruf Menschen aus Deutschland. Alle wurden mit Polaroids, Sounds und einem Logbuch gefragt: Was bedeutet Alltag vor und im Krieg in Syrien und Alltag hier in Deutschland? […] Nimm jetzt einen Stein aus der Emaileschale. Das ist dein Stein für eine gewisse Zeit deines Weges. Du wirst ihn bis nach oben in die vierte Etage zu BREAK tragen und ihn in das Gefäß, wo sich der Baum der Lebens befindet, ablegen. Keine Angst! Du wirst den Baum des Lebens erkennen. Achte auf dein Gehen Achte auf deine Atmung Gehe drei Schritte, atme ein. Gehe drei Schritte, atme aus. Tue dies langsam und kontinuierlich bis zu zum Baum des Lebens kommst. Wir wünschen Dir alles Gute auf deinem Weg, [RodewaldFoest Produktion: Begleitblatt zur Ausstellung]

break_2

vorletzten sonntag bin ich zu einer spielstätte im prenzlauer berg gefahren. dort habe ich eine freundin und alte bekannte (wieder)getroffen. ich habe einen stein aus der emaileschüssel genommen und bin stufe für stufe, ein- und ausatmend, durch das alte treppenhaus bis in den vierten stock zu dem sonnendurchfluteten raum gelaufen. alle fenster waren geöffnet. ein leichter wind verfing sich in einem klangspiel. ich habe den baum des lebens gefunden und meinen stein abgelegt. an den wänden im rechten teil des raumes hingen polaroid von acht menschen. vier aus syrien, vier aus deutschland. auf regalbrettern neben den photos standen bögen aus dickem papier. darauf die geschichten der menschen. ich habe diese eingesammelt. im linken teil des raumes schwebten luftballons an der decke. an jedem ein faden und daran ein polaroid. kaffeetasse, moped, polizeiauto, haus mit himmel, briefkasten, baum mit sonne, katze, gulli, innenhof. ich bin von bild zu bild gelaufen. auf den bögen mit den geschichten habe ich gedanken, assoziationen, erinnerungen der acht menschen zu den motiven gelesen. ich habe mich auf das rote sofa gesetzt. ich habe einen  heißen, süßen schwarzen tee getrunken und die lebensgeschichten der acht menschen gelesen. erinnerungen an ihre kindheit, an ihre heimat, an klänge, an stille, an wege, an menschen. bei der begrünten wand habe ich mich auf den alten baumstamm gesetzt. ich habe nacheinander drei geräuschkulissen angehört und habe die gedanken, assoziationen und erinnerungen der acht menschen zu den klängen gelesen. noch einmal bin ich zu den polaroids der acht menschen gegangen. ich habe sie anders betrachtet, nachdem ich ihre gedanken, assoziationen, erinnerungen und lebensgeschichten kennengelernt habe. auf dem weg durch das treppenhaus nach unten, habe ich über all die menschen in unserer großen stadt nachgedacht. menschen, die hier wohnen. menschen, die hier rasten. menschen, die hier bleiben.

Tout homme a le droit de vivre, nous rappelait Jean-Paul II, au  camp de Phanat Nikkom, en 1988, devant des milliers de réfugiés cambodgiens, vietnamiens, laotiens, etc. Et s’il ne peut pas vivre chez lui, pour des raisons diverses, il a le droit de vivre ailleurs. Et cet ailleurs «a le devoir de le recevoir». (Père Ceyrac: Mes racines sont dans le ciel)

menschen, die diese stadt mit all ihren geschichten bereichern.

[…] unimaginable how many small  stories people all over this city carried around with them.
(Teju Cole: Open City)

geschichten, die diesen raum über jahrzehnte füllten.

Verfasst von: dietauschlade | 13 Juli 2016

nebenbei berlin [199]

mosaikblume

wer
wissen möchte,
was hier wächst,
schaue auf den kübel:
blumen.

Verfasst von: dietauschlade | 12 Juli 2016

12von12

072016_blau

Vor dem Einschlafen denke ich, daß aus Tagen wie diesen das Leben besteht. Punkte, die am Ende, wenn man Glück gehabt hat, eine Linie verbindet. Daß sie auch auseinanderfallen können zu einer sinnlosen Häufung vergangener Zeit, daß nur eine fortdauernde unbeirrte Anstrengung den kleinen Zeiteinheiten, in denen wir leben, einen Sinn gibt… (Christa Wolf: Ein Tag im Jahr. 196o-2ooo)

072016_gelb

heute war ein ziemlich unspektakulärer 12ter juli. er beginnt im morgengrauen mit einem besuch in herzhausen. auf dem rückweg ins bett öffne ich fenster und balkontür, um die kühle luft herein zu lassen [9]. endgültig wird die nachtruhe dann durch den paketboten beendet, der heute ungewöhnlich früh klingelt. er bringt einen blau-weiß gestreiften gruß [1] der mamuschka (danke ♥). nach dem aufstehen gieße ich wie jeden morgen die pflanzen auf dem balkongärtchen [11], sammle die bereits gereiften klausen der borretschpflanze [1o] (bevor sie auf nimmerwiedersehen in die erde oder die balkonfugen fallen) und freue mich an den rufen der mauersegler, die trotz des wolkenbedeckten himmels pfeilschnell um den häuserblock und am himmel kreisen [2]. nach dem frühstück (lindenblütentee, naturjoghurt mit bergpfirsisch sowie ein brot mit hollergelee [3]) arbeite ich an einem stundenentwurf für mitarbeitende, der ende der woche fertig werden soll. meine schwarzen hefte [4] helfen mir das thema teilen und danken unter  verschiedenen gesichtspunkten zu betrachten und zu strukturieren. dennoch fällt es mir heute schwer, mich auf die schreibarbeit zu konzentrieren; immer wieder lasse ich mich zur lektüre von tweets oder artikeln im netz (zB diesem anrührenden text), zu einer pause auf dem bett oder zu einem besuch auf dem balkon hinreißen. dort gibt es immer etwas zu tun: ein paar unkräuter oder geiztriebe rupfen, eine walderdbeere pflücken oder die unterschiedlichen tomatenformen bewundern (heute die reisetomate von herrn ackerbau [12]). zum mittagessen brate ich mir die restlichen nudeln von gestern an [6] und irgendwann komme ich tatsächlich in einen schreibfluss. am frühen abend beende ich die schreibtischarbeit und gehe einkaufen. die bewegung tut mir gut und ich lade neben obst, gemüse, getränken, knabbereien, joghurt und käse auch zwei gläser apfelkompott, ein gutes kilo kartoffeln sowie zwiebeln [5] in den rucksack. (als mir um die mittagszeit ein entsprechender duft um die nase wehte, beschloss ich, heute reibselback zum abendessen zu machen.) ich reibe die kartoffeln, der liebste schneidet die zwiebel in feinste würfel, dazu kommen eier, etwas mehl, salz und pfeffer [7]. nach einer guten stunde am heißen herd mit kartoffelmasse in die pfanne klecksen, plattdrücken und wenden, erfreuen die kartoffelpuffer leib und seele [8].

072016_grün

Verfasst von: dietauschlade | 11 Juli 2016

juliFreuden (1)

juliFreuden_grünTürkis

Tatsachen! An Tatsache halten. Und darunter in einer Klammer: Aber was sind Tatsachen?
Die Spuren, die die Ereignisse in unserem Innern hinterlassen.
(Christa Wolf: Nachdenken über Christa T.)

juliFreuden_blauBeige

die ersten freuden des juli habe ich aus dem südwesten der republik mitgebracht, wo der liebste und ich eine woche weilten. der gang durch den garten der schwiegereltern mit der belle-sœur und ihrem liebsten [1] – dabei das verputzen frisch gepflückter walderdbeeren und gepulter erbsen. die wunderbare, selbstgehäkelte decke [2], die die sommertante uns beim gemeinsamen familienbrunch [8] überreichte. die tüte mit aussortiertem nähzubehör der schwiegermama, in der ich grünes garn fand, welches ich gerade benötigte [3]. das planschen mit den beiden kleinen menschen [4; 12], die einige tage das leben der mamuschka und dem schrat auf den kopf stellten. der nachmittag, an dem ich eine ausgiebige pause einlegen durfte, während der liebste mit seiner mutter eine unerwartete weiterGabe schrubbten und putzten [5]. gemeinsame kaffee- und teestündchen bei der mamuschka und dem schrat [6]. das spielen und kuscheln mit den beiden kleinen nichten [7]. die frisch gebackene himbeertarte auf dem balkon der sör [15] und auch der ausflug zum wasserspielplatz (samt kirschenpflückerei [16] auf dem hinweg). die möglichkeit, endlich mal wieder ein bißchen musik zu machen [8]. das johannisbeeren- und himbeerpflücken [13] in mamuschkas garten und das abschiedsfrühstück unterm kirschbaum [14]. bei unserer rückkehr der erfrischende gruß der liebsten pankowfreunde [1o] (die das gießen des balkongärtchens übernahmen – danke ♥). das staunen über den pflanzenurwald, der sich uns bot (und den ich endlich mal wieder in meinem gartenbüchlein festhielt [11] – seit dem frühjahr hat sich viel gewandelt). und die freude, wieder zu hause zu sein.

juliFreuden_rot

Verfasst von: dietauschlade | 10 Juli 2016

mundraub. miniaTour.

mundraub_miniatur_grün

Er [=der junge Mensch] braucht deshalb seinesgleichen – nämlich Tiere, überhaupt Elementares, Wasser, Dreck, Gebüsche, Spielraum. Man kann ihn auch ohne das alles aufwachsen lassen, mit Teppichen, Stofftieren oder auf asphaltierten Straßen und Höfen. Er überlebt es – doch man soll sich dann nicht wundern, wenn er später bestimmte soziale Grundleistungen nie mehr erlernt, zum Beispiel ein Zugehörigkeitsgefühl zu einem Ort und Initiative. Um Schwung zu haben, muß man sich von einem festen Ort abstoßen können, ein Gefühl der Sicherheit erworben haben. (Alexander Mitscherlich: Die Unwirtlichkeit unserer Städte. Anstiftung zum Unfrieden.)

vor kurzem durfte ich mal wieder auf den gar nicht mehr so kleinen nachbarsjungen aufpassen. und da er mit seinem laufrad mittlerweile ziemlich mobil ist, haben wir einen kleinen ausflug zu einem der vielen grünräume pankows gemacht. vorbei an alten häusern [7], einer feuerwanzenversammlung [9] und schrebergärten [5] erreichten wir irgendwann den mauerweg, der von zierkirschen [1] gesäumt ist. zu unserem glück fanden wir neben einem alten eisenpfeiler [6] mit schneckenmotiv [1o] auch einen winzigen sauerkirschenbaum [3], dessen kleine früchte uns an diesem sommermorgen erfrischten [8]. anschließend beobachteten wir noch schmetterlinge, die über einem blütenmeer flatterten [2], sammelten einen kleinen strauß lindenblüten [4] und machten uns dann zufrieden auf den heimweg.

mundraub_miniatur_rot

Verfasst von: dietauschlade | 30 Juni 2016

juniFreuden (3)

juniFreuden_weißGrün

VAD LEVER MAN FÖR?*
(Aufschrift auf der Kartonschule)

juniFreuden_grünGrau

ein schöner juni neigt sich dem ende entgegen. einerseits mit aufgaben und verpflichtungen, die abgeschlossen werden wollten. andererseits mit viel freier zeit, um dies zu tun und um gleichzeitig viele kleine und große freuden zu genießen (hier photographisch geordnet doch chronologisch durcheinander). die blühenden radieschenpflanzen, die zu beginn des monats blüten und deren samenschoten derweil zum trocknen aufgehängt sind [1]. die sommerfrühlingsrollen, die der liebste mittlerweile perfektioniert hat und die wir mit vorliebe bei heißen temperaturen genießen [2]. die zuckererbsen, die wir gerne zwischendurch frisch vom busch [15] knabberten und dann endgültig für eine frische reisnudelpfanne abernteten [3]. der teil des abschiedsstrauß, der mir in seiner schlichtheit am liebsten war [4]. die zarten, kunstvollen blüten an den paprikapflanzen [5], an deren stellen inzwischen die ersten schoten sitzen [11]. der besuch eines alten schulfreundes, der dienstlich in berlin weilte und den wir mit einem kleinen zitrone-mohn-kuchen begrüßten [6]. ömchens walderdbeeren, die sich rot färbten [7]. die kleine, feine ausstellung [8; 9] in den nordischen botschaften, die ich mit der gar nicht mehr so unbekannten nachbarin besuchte (da die schwedischen kinderbuchwelten vor allem für ein sehr junges publikum konzipiert ist, war ich hier sehr froh über meine eher geringe körperlänge) und das anschließende kaffeetrinken und erzählen auf der sonnigen dachterasse. außerdem die ausstellung berlin – stadt der frauen [1o; 13], die ich gemeinsam mit der mamuschka erkunden durfte. die wunderbar blau blühenden pflanzen, welche hummeln und bienen in unser balkongärtchen locken: borretsch [12] und (erstmals) kornblumen [14; 16]. mögen sie auch im juli viele gäste und uns erfreuen!

juniFreuden_grünBlau*Wofür lebt man?

Verfasst von: dietauschlade | 28 Juni 2016

nebenbei berlin [198]…

baumscheibe_Stockrosen… oder berliner baumscheiben (1).

ob diese baumscheibe in pankow, die voll mit malven in den verschiedensten magentatönen bepflanzt ist, eine ode an christa wolf ist?! ich jedenfalls dachte mal wieder an die ‹pankower schriftstellerin›:

Hatte übrigens irgendeiner von uns früher schon Malven gekannt? Ich meine: wirklich gekannt? Gewußt, das Malven, »Stockrosen«, an die richtige Stelle gesetzt – in den Küchenwinkel hinter dem Haus zum Beispiel, in den Windschutz und die Vormittagssonne –, zu übermannshohen Pflanzen mit mächtigen Blüten werden? Und, jede einzige, Dutzende von Blüten treiben? Ehrenwort. Littelmary polkte in den grünen Blütenkapseln, bis sie herausbekam, in welcher Farbe sie blühen würden. Wer sie nicht gesehen hat, von Weiß über Zitronengelb, Rosa, Zinnoberrot, über tiefes Lila bis zu Schwarz, der kann einfach nicht wissen, was Malvenfarben sind. Auf dem Tisch lagen sie verstreut, über den Türen waren die Malvenstengel angebracht, jeder schmückte sich mit Malven in seiner Farbe. (Christa Wolf: Sommerstück)

Verfasst von: dietauschlade | 27 Juni 2016

juniFreuden (2)

juniFreuden_grünOrange

Der Morgen, die denkwürdigste Tageszeit, ist die Stunde des Erwachens. Dann sind wir am wenigsten schläfrig. Für eine Stunde wenigstens erwacht ein Teil unseres Selbst, der sonst Tag und Nacht schläft. Wenn man ihn überhaupt als einen Tag bezeichnen kann, so ist von dem Tag wenig zu erwarten, zu dem uns nur das mechanische Klopfen eines Dieners weckt und nicht unser Genius, unsere neugesammelte innere Kraft und Sehnsucht. (Henry D. Thoreau: Walden oder Leben in den Wäldern)

viele freuden haben mir in diesem juni die frühen morgenstunden gebracht. das oftmalige erwachen ohne weckergeklingel. die ersten sonnenstrahlen, die mich beim gießen der balkonpflanzen ordentlich wärmen. die sich langsam öffnenden [9] ringelblumen [1; 5; 6; 8] (die ich diesmal nicht in blumentöpfe sondern in die tomatenkisten gesetzt habe und die gedeihen wie nie) und ihre leuchtenden farben. wie in jedem jahr die zarten tomatenblüten [7] und deren erste früchte [2]. die sternförmigen gurkenblüten [8] (und noch viel mehr die filigranen ranken dieser pflanze, die unaufhörlich an der balkonmauer und den schnüren [4], die der liebste mit mir spannte, emporklettert). und dann auch die freude über die blüten [3] in dem großen strauß (den ich farb- und geruchsbedingt in viele kleine sträuße auf- und diese dann in der wohnung verteilte), welchen mir das kollegium zum abschied überreichte.

juniFreuden_gelbGrün

Verfasst von: dietauschlade | 22 Juni 2016

nebenbei berlin [197]

hängendeGärtenvonMitte

…manchmal lohnt sich auch ein blick nach oben…

man entdeckt dabei zwar nicht die hängenden gärten der semiramis aber immerhin die hängenden gärten von berlin-mitte (eine ganze reihe an bepflanzten säcken befand sich an diesem baugerüst).

Verfasst von: dietauschlade | 21 Juni 2016

nebenbei berlin [196]

seeMe

Il faut que je voie ma vie autrement… que je regarde les choses sous un autre angle. Changer de point de vue… je dois changer de point de vue. Regarder les choses qui m’entourent différement. Voir les choses du bon côté. Par exemple je n’avais jamais vraiment regardé mon plafond. Ni regardé ma cuisine depuis sous la table… ni sur… (Camille Jourdy: Rosalie Blum I)

manchmal lohnt es sich die dinge | den alltag | die stadt aus einem neuen blickwinkel zu betrachten. dabei kann man das ein oder andere fundstück entdecken, an dem man sonst vielleicht (trotz – wie hier – expliziter aufforderung zur wahrnehmung desselben) vorbeigegangen wäre…

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