Verfasst von: dietauschlade | 13 März 2011

auf den knien

Als ich Remarques Im Westen nichts Neues las, habe ich vor Verzweiflung geweint, und ich erinnere mich, dass ich dachte, wenn es noch einmal einen Krieg geben und Schweden sich einmischen würde, ich auf Knien zur Regierung kriechen und sie beschwören würde, die Hölle nicht losbrechen zu lassen. (Astrid Lindgren: Tagebuch 1943)



ersetze:
im westen nichts neues → tschernobylreportagen
kriegseinmischung → laufzeitverlängerung
tagebuch 1943 → blog 2o11

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Responses

  1. remarque – gewaltige gedankenströme beim lesen der kurzbiografie
    http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/RemarqueErichMaria/

    remarque, erich maria – „drei kameraden“ geliehene urlaubslektüre, sommer 2010,

    … ich blättere in meinem moleskinetagebuch – wichtige sätze daraus hatte ich mir, schon während des lesens, mit einem weichen bleistift, fein säuberlich abgeschrieben.

    (…) „Ich bin glücklich,“ sagte sie. Ich stand da und sah sie an. Es war nur ein Wort gewesen, aber es war ein Wort, das ich so noch nie gehört hatte (…) Jetzt sah ich plötzlich, daß ich einem Menschen etwas sein konnte, einfach weil ich da war, und daß er glücklich war, weil ich bei ihm war. Wenn man das so sagt, klingt es sehr einfach, aber wenn man darüber nachdenkt, ist es eine ungeheuere Sache, die überhaupt kein Ende hat. Es ist etwas, das einen ganz zerreißen und verändern kann. Es ist Liebe und doch etwas anderes. Etwas wofür man leben kann. Für die Liebe kann ein Mann nicht leben. Für einen Menschen wohl.“ Seite 203, 204

    … ich werde auch „im westen nichts neues“ lesen und weinen und herausfinden, was ich heute tun kann…

    … danke für deine nachdenklichen nachdenklichkeiten

    mamuschka

  2. gerne [und ich bin gespannt auf die deinen :o)]

  3. ich hatte mir übrigens (u.a.) folgende passage heraus geschrieben:

    Aus der Küche kam jetzt
    der Geruch von frisch aufgebrühtem Kaffee, und ich hörte Frida herumrumoren. Es war merkwürdig, aber der Kaffeegeruch stimmte mich heiterer. Ich kannte dies vom Kriege her – es waren nie die großen Dinge, die einen trösteten –; es waren immer die belanglosen, kleinen. (Erich Maria Remarque: Drei Kameraden)


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