Verfasst von: dietauschlade | 24 August 2011

nebenbei berlin

Wenn es abens sieben schlägt, | Strömen aus den tausend Toren matte, blasse Großstadtmenschen | Alltagssorgen in den Augen, Mappen in der müden Hand, | Angeln aus zerdrückten Taschen rasch die Stadtbahn-Monatskarten, | Werfen einen kurzen Blick in den Automatenspiegel | (Manchmal auch noch einen Groschen, der gebrannten Mandeln gilt –), | Stehlen an dem Zeitungsständer fettgedruckte Überschriften | Aus dem letzten Abendblatt… (Mascha Kaléko: Heimwärts nach Ladenschluß)

langsam aber sicher ist für uns auch in berlin der alltag eingekehrt und obiger gedichtsauszug ist eine fast tagtägliche erfahrung. s-bahn, u-bahn, tram. mit ein wenig glück erwischt man einen sitzplatz. eine zeitung oder das aktuelle lesebuch im gepäck. manchmal aber auch nur die großstädtische kulisse als morgend- oder abendlektüre. berlin ist alltag geworden. und doch möchte ich vor lauter alltag nicht das einzigartige, das diese stadt zu bieten hat, aus dem blick verlieren. deswegen an dieser stelle immer mal wieder gesehenes und gehörtes. so nebenbei in berlin. (wie z.b. auch diese beiden wunderbaren menütafeln, die mein auge jeden morgen – wenn noch nicht an auszeit zu denken ist – im vorbeilaufen erfreuen).

         

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Responses

  1. […] könnte zur n°1oo besser passen als diese photos, die tatsächlich und wahrhaftig zufällig auf dieses jubiläum […]


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