Verfasst von: dietauschlade | 24 März 2012

nebenbei berlin [16] oder märzsonne


Trunken von früher Glut | taumelt ein gelber Falter. | Sitzend am Fenster ruht | Schläfrig gebückt ein Alter. || Singend durchs Frühlingslaub | Ist er einst ausgezogen. | So vieler Straßen Staub | Hat sein Haar überflogen. || Zwar der blühende Baum | Und die Falter die gelben | Scheinen gealtert kaum, | Scheinen heut noch dieselben. || Doch es sind Farbe und Duft | Dünner geworden und leerer, | Kühler das Licht und die Luft | Strenger zu atmen und schwerer. || Frühling summt bienenleis | Seine Gesänge, die holden. | Himmel schwingt blau und weiß, | Falter entflattert golden. (Hermann Hesse)

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