Verfasst von: dietauschlade | 19 Februar 2013

industriePoesie [1]

industriePoesie1bMan soll sich nie so sicher sein, sagte der Joker. Hässliche Unsitte (…).
(Jostein Gaarder: Das Kartengeheimnis)

als kind war ich fest davon überzeugt, dass schwarz eine farbe sei, die man (nicht nur physikalisch) unmöglich als farbe –  erst recht nicht als schöne – bezeichnen konnte und deren betrachtung an körperliches unwohlsein grenzte. irgendwann im alter von fünf oder sechs jahren fiel mir mit großem erstaunen auf, dass ich mich an diese abwesenheit von farbe gewöhnt und sogar positiv besetzt hatte. schwarz ist schön. eine ähnliche erfahrung habe ich vor einiger zeit in hinblick auf brach- und industrieflächen gemacht. jahrelang empfand ich solche areale ausschließlich als düster, öde, unheimlich und furchtbar trostlos. inzwischen hat sich dieser eindruck (u.a. aufgrund des täglichen arbeitsweges, der mich durch solches gebiet führt) teilweise revidiert. ich kann mit diesen plätzen eine gewisse poesie abgewinnen – und frage neugierig: wer hat dieses stillleben (bewusst?!) arrangiert? welche menschlichen spuren, details finden sich hier? was ließe sich aus diesen materialien wohl erschaffen?

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Responses

  1. Feierabend

    wir verweilen
    bisweilen
    nahe dem Gebautem.

    vergessend
    rostend
    wieviele Sommer haben wir noch?


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