Verfasst von: dietauschlade | 4 August 2013

zufrieden.

salatGurke3

Auch die Unabhängigkeit von äußeren Dingen halten wir für ein großes Gut, nicht um uns in jeder Lage mit wenigem zufrieden zu geben, sondern um, wenn wir das Meiste nicht haben, mit Wenigem auszukommen, weil wir voll davon überzeugt sind, dass jene, die den Überfluss am meisten genießen, ihn am wenigsten brauchen, und das alles Natürliche leicht, das Sinnlose aber schwer zu beschaffen ist und dass eine einfache Brühe die gleiche Lust bereitet wie ein üppiges Mahl (…) und dass Wasser und Brot die höchste Lust bereiten, wenn man sie zu sich nimmt, weil man Hunger hat. Die Gewöhnung an einfache und nicht üppige Nahrung dient also einerseits in jeder Hinsicht der Gesundheit und nimmt andererseits auch dem Menschen die Sorgen angesichts der Grundbedürfnisse des Lebens, stärkt uns, wenn wir uns in Abständen an üppige Tafeln begeben, und mach uns furchtlos gegenüber dem Schicksal. (Epikur: Wege zu Glück)

die erste geerntete balkongurke in diesem jahr. harte schale, köstlicher kern. mit ein paar körnern salz, als kröhnung eines käsebrotes und der kleine rest als salatzugabe. sommerfreude.

Advertisements

Responses

  1. …das Stück Havanatorte
    und die Tasse mit fairgehandeltem Kaffee
    gestern Nachmittag – auf der alten Holzbank vor dem Haus…

    ja, ich glaube, das ist der Überfluss den ich genieße,
    danke für dieses wunderbare Zitat!

  2. …und das alles Natürliche leicht, das Sinnlose aber schwer zu beschaffen ist…

    Die guten Dinge des Lebens
    Sie sind alle kostenlos:
    Die Luft, das Wasser, die Liebe.
    Wie machen wir das bloß,
    Das Leben für teuer zu halten,
    Wenn die Hauptsachen kostenlos sind?
    Das kommt von dem frühen Erkalten.
    Wir genossen nur damals als Kind
    Die Luft nach ihrem Werte
    Und Wasser als Lebensgewinn,
    Und Liebe, die unbegehrte
    Nahmen wir herzleicht hin.

    Nur selten noch atmen wir richtig
    Und atmen Zeit mit ein,
    Wir leben eilig und wichtig
    Und trinken statt Wasser Wein.
    Und aus der Liebe machen
    Wir eine Pflicht und Last.

    Und das Leben kommt dem zu teuer,
    Der es zu billig auffasst.

    „Werte“ von Eva Schrittmatter

  3. köstlich. es geht nichts über selbst gezogenes Gemüse.
    wir werden wohl morgen unsere erste Gurke ernten.. *freu* :))

  4. […] werden in: Der Worte Adernetz. Essays und Reden, 2oo6), verknüpfe ihre worte gedanklich mit vielen anderen gesammelten schätzen, mit früher geschriebenem und überlege, was ich konkret machen kann, um […]


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: