Verfasst von: dietauschlade | 14 September 2013

rinnsal (4)

cognacverkauf

Verfüge, daß sie, was sie von mir hört, ihrer Tochter weitersagen darf. Die wieder ihrer Tochter, und so fort. So daß neben dem Strom der Heldenlieder das winzge Rinnsal, mühsam, jene fernen, vielleicht glücklicheren Menschen, die einst leben werden, auch erreichte. (Christa Wolf: Kassandra)

manchmal hat man glück und findet im trödelladen um die ecke eine schachtel mit allerlei zeugnissen aus vergangenen tagen: photos und bilder, ausschnitte aus gedankenwelten, persönliche papiere, tickets oder notizen. und ich erhasche als glücklicher mensch, der einst leben wird, einen blick auf einen alltag, der so entfernt ist. und doch bekannt scheint. wie der  wein-, cigarren-, konfitürenverkäufer, der eine konzession zum verkauf von cognac und rum erbittet. oder der autohauswechsel.

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Responses

  1. LIebe Mirjam,
    ich hätt schwören können, das Zitat wäre von Rilke aus „Geschichten vom lieben Gott“ ;-)
    Kennst du diese tolle Prosa von ihm? Ich bin ganz seeleberührt davon, auch Stefan Zweigs Brief einer Unbekannten hat eine ähnlich große Faszination auf mich. Was macht dieses Berührtsein aus?
    Berührt hat mich auch dein liebevoller Spätsommerpostgruß. Hab innig lieben Dank dafür. Ich war ein paar Tage im Zittauer Gebirge und bei meiner Rückkehr gestern fand ich deine liebe Post ;-) Für Kurztrips möcht ich dir Oybin – die Burg ans Herz legen, das dürfte mit dem WE-Ticket zu schaffen sein und zum Aufstieg braucht es nur 10 Minuten und oben gibt es soooo viel zu entdecken. Ferne Zeiten, aber auch wundersame Sandsteinkulissen und herrliche Ausblicke. Um alles zu erkunden braucht man 3-4 Stunden. Ideal auch für Kinder…
    Ich grüße dich herzlieb. Auf bald!
    Jana

    • Liebe Jana, herzlichen Dank für all die Büchertipps (sind notiert) und die Reiseempfehlung. Das klingt toll (auch ohne Kinder :o))!
      Herzliche Grüße
      Mirjam

      • Liebe Mirjam,
        ich hatte Oybin als Klassenfahrtziel gemeint ;-)
        Das letzte Mal warst du in Lübben. Dort bin ich aufgewachsen, in diesem wundersamen sagenumwobenen Liuba-Hain… Wie hat er auf dich gewirkt?
        Kann es sein, dass die Orte unserer Erinnerungen nur für uns selbst so voller Farben, Tönen und nicht fassbarem Reichtum sind, weil sie uns die dort erlebten Geschichten immer und immer wieder zuflüstern und ins Gedächtnis rufen?
        Ich grüße dich herzlieb und wünsche dir eine gute Frühherbst-Spätsommerwoche.
        Jana

      • Achso :o)
        (Dieses Jahr steht für mich mal keine Klassenfahrt an…)
        Lübben war schön, allerdings war das Wetter so durchwachsen (und die Kinder so aufgedreht), dass meine Aufmerksamkeit ein wenig getrübt war. Aber der Spreewald ist ja zum Glück nicht so weit entfernt, so dass ich die Tagestour auch nochmal privat und in aller Ruhe nachholen kann!

  2. das wort „begeistert“ in deinen labels trifft voll zu. schätze sind es!
    liebe grüße von mano

    • ja, ich bin auch immer hin und weg, wenn ich solche kostbarkeiten auf flohmärkten oder in trödelmärkten entdecke!


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