Verfasst von: dietauschlade | 18 Februar 2014

nebenbei berlin [84]

DuKannstFliegenEr weiß, daß seine Reise hier zuendegehen wird,  | Auf diesem Feldbett, in diesem Waggon, er hat sich nie geirrt. | Der Arzt und Gustav flüstern und sie flüstern über ihn, | Nach Stölln gekommen, um ihn heimzuholen nach Berlin. | Die Räder hämmern auf die Gleise, Bilder ziehen schnell vorbei: | Die Mutter am Klavier, von ferne Schumanns „Träumerei“, | Das Elternhaus in Anklam, Schule, Mißerfolg und Zwang, | Versteckt in Sommerwiesen mit Gustav tagelang | Dem Flug der Störche nachzusehn auf schwerelosen Bahnen, | Ihr Aufsteigen, ihr Schweben zu begreifen und zu ahnen: | Du kannst fliegen, ja, Du kannst! | Laß den Wind von vorne wehn, | Breite die Flügel, Du wirst sehn: | Du kannst fliegen, ja, Du kannst! (Reinhard Mey: Lilienthals Traum)

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Responses

  1. Toll beobachtet und gleich das passende Lied dazu! Super!

  2. Habe ich mir doch gedacht, dass das der Schrat ist, der den ersten Kommentar hinterließ.

    Ich schließe mich an, gut beobachtet.

  3. Dito, die kleine Schwester. Du hast immer Geistesblitze!!!

  4. Ihr Drei… ♥


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