Verfasst von: dietauschlade | 13 Mai 2014

nebenbei berlin [97]

Holunderstaende

bald.

Lied || Du, der ichs nicht sage, daß ich bei Nacht | weinend liege, | deren Wesen mich müde macht | wie eine Wiege. | Du, die mir nicht sagt, wenn sie wacht | meinetwillen: | wie, wenn wir diese Pracht | ohne zu stillen | in uns ertrügen? | —- | Sieh dir die Liebenden an, | wenn erst das Bekennen begann, | wie sie bald lügen | —- | Du machst mich allein. Dich einzig kann ich vertauschen. | Eine Weile bist du’s, dann wieder ist es das Rauschen, | oder es ist ein Duft ohne Rest. | Ach, in den Armen hab ich sie alle verloren, | du nur, du wirst immer wieder geboren: | weil ich niemals dich anhielt, halt ich dich fest. (Rainer Maria Rilke)

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Responses

  1. Ach, der Rilke. Meine Mutter sagte immer“ Sehnsucht ist mehr als Erfüllung“. Von wem hatte sie das? Und ob es stimmt? Ich glaube, letztlich nicht. Denn Erfüllung macht ja auch frei. Für sich und füreinander. Mein ich.
    Herzlichst
    Lisa

  2. Mir geht es auch so, dass Erfüllung frei macht! Da stimme ich Dir zu. Und doch beschreibt die vorletzte Zeile so treffend, die immer wieder neu erwachende Natur…

  3. …die wir nie festhalten können in ihrem maien und blühen. Dann heißt es, “ wie schön blüht uns der Maien, der Sommer fährt dahin“…dahin, dahin…..endlich leben.

  4. ja!


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