Verfasst von: dietauschlade | 2 Oktober 2014

quedlinburg [1]

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Elia las Castaneda, ›Die Reise nach Ixtlan‹. Sie sagte: »Hier steht, daß man nie etwas in der Hand tragen darf, damit man die Hände immer frei hat. Wenn etwas zu tragen ist, soll man es an die Schulter hängen. Das tust du doch immer.« »Ja«, sagte Karl. (Janosch: Sandstrand)

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ich auch. äußerst praktisch, wenn man beispielsweise an einem sonnigwarmen tag ende september durch ein pittoreskes städtchen wie quedlinburg läuft und plötzlich vor einer kiste mit alten büchern sowie platten steht, die abzugeben sind und in aller ruhe durchgesehen werden wollen. oder wenn man das schild zu verschenken auffangen und auf die plattenschachtel stellen möchte, da der hausbewohner (ein alter eisenbahner [21], der früher gerne  –  damals noch mit einem durchgehenden zug! [ich stieg 2x um]nach berlin fuhr, und der gerade seine große plattensammlung auflöst) im ersten stock des hauses nicht mehr so gut zu fuß unterwegs ist. oder wenn man, schnell ein paar beobachtungen, gedanken oder ideen notieren will. und natürlich, um stets den photoapparat zücken zu können und an ecken, kanten und runden schöne, faszinierende, unerwartete, farbenfrohe, ♥erwärmende entdeckungen abzulichten.

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etwa das van gogh-gemälde im hausflur [4] sowie die farbschichten [13] in selbigem, der blumenschatten auf der wand [7], das güldene ornament auf dem haussockel [1o], die teekannensammlung über der tür [11] oder die tonkrügesammlung im fenster [14].

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0der auch das schiefergedeckte haus [17], welches mich an das elternhaus der mamuschka erinnerte, die zahl auf dem abgebrochenen stück stein [18], der himmel in den fenstern [19], der vogel in der haustür (direkt nachdem ich einen großen, über dem städtchen kreisenden greifvogel beobachtet hatte) [22], das mädchen, welches die besucher|innen der stadt mit einer roten rose begrüßt bzw. verabschiedet [24], das stück ausstellungsflyer auf kopfsteinpflaster [25], das blaue häuschen an dem fabrikgebäude [3o], das ein wenig wie eine blaue teekanne mit kleinem henkel wirkt, oder abblätternder putz, der mit seinen pastelligen farben an alte landkarten erinnert.

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Responses

  1. So schöne Farbsortierungen! Ich mag sehr den Schatten der Stockrose. Quetlingburg besuchte ich vor etwa 10 Jahren. Da war alles so frisch restauriert, dass es fast leblos wirkte. Jetzt durfte es wohl Patina annehmen. Bin gespannt auf Teil 2.
    Liebe Grüße aus dem Grippehaus:-(
    lisa

  2. Wunderschöne Photos! Das Ehepaar aus dem Altenheim aus dem ARD-Spielfilm heute abend wollte auch eine Reise nach Qeudlinburg machen, es ist gut zu verstehen.
    Danke für die Eindrücke!

  3. deine fundstücke sind so wunderbar wie die worte dazu!


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