Verfasst von: dietauschlade | 4 Februar 2015

nebenbei berlin [136]

hirteundschaf
(…) Er hieß Elzéard Bouffier. Er hatte einen Bauernhof besessen, in der Ebene unten. Dort hatte er sein Leben erfüllt. Er verlor seinen einzigen Sohn, danach auch seine Frau. Dann zog er sich in die Einsamkeit zurück, wo er Gefallen daran fand, beschaulich zu leben mit seinen Schafen und seinem Hund. Er hatte sich überlegt, daß diese Gegend absterben werde aus Mangel an Bäumen. Und er fügte bei, da er doch nichts Wichtiges zu tun hätte, habe er beschlossen, hier Abhilfe zu schaffen. (…) (Jean Giono: Der Mann mit den Bäumen)

fast täglich begegnen mir in der stadt die kleinen korkmännchen auf straßenschildern. die bisher anrührendste szenerie fand ich vor kurzem in karlshorst. der hirte und sein kleines schaf ließen mich an die wunderbare geschichte von jean giono denken, die zu meinen liebsten gehört. falls sie etwas zeit haben, können sie diese hier vollständig hören | sehen | lesen. die dreißig minuten sind es wert!

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Responses

  1. deine „nebenbei berlin“ sind es wert in einem Buch veröffentlicht zu werden
    als stadtführer der besonderen art!

    ein wunderschönes bild und eine einfühlsame und nachhaltige geschichte

    Danke!

    Liebste Grüße
    Mamuschka

  2. …da stimme ich der mamuschka voll und ganz zu.
    heute musste ich ja ein wenig suchen auf deinem suchbild mit meinen mauswurfsaugen…bis sich mir der sinn erschloss.
    ja, eine wunderbare geschichte.
    herzliche grüße von lisa

    • ja, die figürchen sind tatsächlich winzig (und meine kamera ist, sagen wir, nicht ganz soo gut ;o))

  3. Ich musste auch vergrößern, nun hab ich sie entdeckt… Wie schön, Straßenschilderpoesie der besonderen Art… Und die Geschichte kenne und liebe ich, habe sie manchmal verschenkt… Herzlich – Ghislana, zz. aus dem weißen sächsischen Winter, es schneit ohn Unterlass…

    • Ja, Straßenschilderpoesie trifft es (auch wenn es wohl als ‚Straßenschild-Yoga‘ anfing…). Herzliche Grüße zurück (aus dem – immerhin – leicht bepuderten Berlin)!

  4. wie bezaubernd! wenn ich das nächste mal berlin besuche, bringe ich eine leiter mit ;)!

  5. Liebe Mirjam ! Deine einfühlsame Art und die poetische Sprache, die Du findest, das ist für mich eine echte Freude. Hinter die Dinge zu blicken und Eindimensionalität zu verlassen, kleine Märchen und Geschichten zu sehen.
    Schön.
    Ich habe einmal eine tote Eule auf der Straße gefunden. Ich konnte das wunderbare Tier nicht einfach im Straßengraben liegenlassen und habe sie in ein Tuch gewickelt, mitgenommen und in unserem Garten begraben.
    Vielleicht war sie eine Eulenprinzessin. Seit dem Tag ist bei uns das Glück wieder eingezogen.
    Wenn ich Deine Posts lese, fallen mir solche Erlebnisse wieder ein. Danke.

    Auch möchte ich Dir für Deinen Kommentar auf meinem Blog danken. den
    “ freigekauften“ Hennen geht es gut und ich lasse mich in meinern Haltung auch nicht beirren. Trotzdem ist es gut, so liebe Unterstützung zu bekommen.

    LG Gitta

    • Liebe Gitta, herzlichen Dank für Deine freundlichen Worte! (Und wie schön, dass Erlebnisse, Gedanken, Fotos, Geschichten nicht nur einzelne, sondern immer wieder viele Menschen ansprechen und anregen (An Klang finden)!

      Herzlichst, Mirjam

  6. […] so langsam wird es eng auf berlins straßenschildern. […]


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