Verfasst von: dietauschlade | 13 Februar 2015

nebenbei berlin [137] oder…

stillLebenmitKontrabaß2…ruhepause mit kontrabaß.

Das ist ihre liebste Tageszeit. Es ist fast immer ruhig. Selbst der Krieg legt ab und zu eine Ruhepause ein, wenn auch nur kurz. Der ausbleibende Artilleriebeschuss ist fast wie Musik, und sie stellt sich vor, dass sie sich, wenn sie die Augen schließen würde, einreden könnte, sie liefe durch die Straßen eines Sarajevo, wie es früher einmal war. (Steven Galloway: Der Cellist von Sarajevo)

(…) ihr Leben war so hart, wie ich es mir nicht einmal vorstellen konnte, aber jetzt, diese Viertelstunde inmitten ihres Arbeitstages, saßen sie hier und waren beieinander und heiter und kümmerten sich nicht um den schmutzigen stickigen Kellergang und um (…). (Christa Wolf: Stadt der Engel)

Beppo liebte diese Stunden vor Tagesanbruch, wenn die Stadt noch schlief. Und er tat seine Arbeit gern und gründlich. Er wußte, es war eine sehr notwendige Arbeit. Wenn er so die Straßen kehrte, tat er es langsam, aber stetig: Bei jedem Schritt einen Atemzug und bei jedem Atemzug einen Besenstrich. Schritt – Atemzug – Besenstrich. Schritt – Atemzug – Besenstrich. Dazwischen blieb er manchmal ein Weilchen stehen und blickte nachdenklich vor sich hin. Und dann ging es wieder weiter – Schritt – Atemzug – Besenstrich – – -. (Michael Ende: Momo)

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Responses

  1. …erstaunliches berlin!
    lg von lisa


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