Verfasst von: dietauschlade | 6 Mai 2015

nebenbei berlin [157]

zweiDamen1   zweiDamen2

es stellt sich heraus:
unter den umhängen verbergen sich weder hirtenjunge noch könig.
zwei damen sind’s, die gestern die sonne genossen.

Nein, nein, nicht Mann sein wollen, oder wie ein Mann sein wollen, oder mit ihm verwechselt werden können: was sollte uns das helfen! Unser Gewissen spricht jetzt: ‹Werde, wie du bist.› Alle in uns liegenden Kräfte zu entwickeln, den Mut zu uns selber, zu unserer eigenen weibsmenschlichen Natur zu haben; lernen, uns selber Gesetze zu geben, die Rangordnung der Werte durch uns für uns zu bestimmen; das ist die Befreiung vom Banne der asketischen Moral vergangener und vergehender Kulturen und Traditionen, das ist auch die Befreiung von der männlichen Weltanschauung, die wir widerstandslos angenommen haben, ohne zu fragen, ob sie die für uns richtige sei, ohne unsere eigene Wertung der Dinge dagegen zu setzen… (Helene Stöcker zit. v. Ute Gerhard: Unerhört. Die Geschichte der deutschen Frauenbewegung.)

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