Verfasst von: dietauschlade | 10 Mai 2015

berliner frühling

BerlinerFrühling2Heimat ist gewiß kein objektiver Tatbestand. Vielmehr läßt mich eine Fülle von Empfindungen mit einem Ort, einer Landschaft heimatlich verbunden sein, weil ich in ihr […] mitmenschliche Erfahrungen gemacht habe, die mein Leben bestimmt – und waren es gute Erfahrungen oder wenigstens überwiegend befriedigende -, es glückhaft bestimmt haben. (Alexander Mitscherlich: Die Unwirtlichkeit unserer Städte. Anstiftung zum Unfrieden.)

jeder frühling (sommer, herbst und winter) verbindet mich mehr mit berlin. das jährliche wiedersehen mit den apfelblüten auf dem weg zur arbeit (und die vorfreude auf den herbst, wenn ich mir nach getaner arbeit eine frucht pflücken und auf dem heimweg genießen kann). die zwei herrschaften, die mich auf meinem weg zum kiezladen grüßen. oder (beispielsweise wenn ich in ömchens eimer tomaten- und paprikapflanzen durch pankow zur sympathischen und gastfreundlichen bloggerkollegenfamilie oder zu freunden transportiere) die immer wieder guten begegnungen mit wildfremden menschen: die alte frau, die in der tram einen neugierigen blick in den eimer wirft und mich verschmitzt anlächelt. oder der mann im falafelladen, der sich nach den pflänzchen erkundigt und begeistert von seinen eigenen anbauversuchen (tomaten und marihuana) berichtet. begegnungen, die mich fröhlich und beschwingt durch den berliner frühling wandeln lassen.

 

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Responses

  1. Ich bin schon einmal gespannt auf die Yellow Submarine und Russian Plum und natürlich auf die Litschi-Tomate. War ein sehr netter Aus-tausch. Liebe Grüße, Andreas

  2. wunderschöne apfelblütenimpressionen
    da möchte ich mit hermann hesse sagen

    „von jahr zu jahr steh ich um diese zeit mit ungeduld und
    sehnsucht auf der lauer,
    als müßte ein besonderer augenblick mir das wunder der neugeburt erschließen,
    als müsse es geschehen, daß ich einmal, eine stunde lang,
    die offenbarung der kraft und der schönheit ganz sähe und
    begriffe und miterlebte,
    wie das leben lachend aus der erde springt und
    große augen zum lichte aufschlägt“

    heimatlich verbunden
    die mamuschka

    • ein treffendes gedicht. herzlichen dank, liebste mamuschka!

  3. ich finde es immer wieder erstaunlich, was ein einziges lächeln hervorrufen kann – so oft zieht dann freude in ein gesicht ein!

  4. […] ist. viel zu schade für einen geplanten jedoch ungenutzen blumenkübel! deswegen packte ich heute (mal wieder) fünf tomatenpflänzchen, mein schippchen, ein paar bambusstäbchen sowie einige bindfäden in […]

  5. […] die zutaten für das abendbrot ernten: eine fuhre ackerbaukartoffeln (herr ackerbau schenkte mir im frühling noch ein paar setzkartoffeln), die erste beete des jahres sowie eine handvoll mangold. wenn […]


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