Verfasst von: dietauschlade | 19 Mai 2015

orte. und gedichte.

wurzelGeflecht

Als ich fünfzig Jahre später das Sonett von George Herbert las, wurde das Gedicht zu einem Ort, zu einer Stätte. Niemand war dort. Im Inneren war es wie ein steinerner Bienenkorb gebildet. Ähnliche Gräber und Zufluchtsstätten gibt es in der Sahara. Ich habe in meinem Leben viele Gedichte gelesen, doch nie zuvor habe ich eines besucht. Die Worte waren die Steine einer Wohnstatt, die mich umgab. (John Berger: Mann und Frau unter einem Pflaumenbaum stehend)

ein anderer ort, den man in einem poem finden oder der selbst so manches gedicht bergen mag: das duftende wurzelgeflecht eines abgestorbenen lorbeerstrauchs. mit feinen wurzeln, die – wie erinnerungen und gedanken – umeinander ranken.

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