Verfasst von: dietauschlade | 4 Juli 2015

kräuterworkshop n°2

zweiterKräuterworkshop_weiß

Woraus entsteht, woraus erwächst denn Selbstvertrauen? Klingt es zu simpel,
wenn man sagt: aus gemeinsamer Tätigkeit, in der man die anderen und sich selbst kennenlernt?
(Christa Wolf: Der Worte Adernetz. Essays und Reden)

zweiterKräuterworkshop_weißgelb

vor einem monat fand der zweite teil des kräuterworkshops mit burkhard bohne statt. dieses mal ging es vor allem um die ernte und lagerung der kräuter. vor dem gemeinsamen ernterundgang durch den prinzessinengarten (bei diesmal herrlichem wetter), gab es wieder eine spannende theoretische einführung, bei der ich mir so manche notiz (durcheinander und unvollständig) gemacht habe:

* vor der ernte empfiehlt es sich, auf den lateinischen pflanzennamen zu achten. enthält dieser den bestandteil vulgaris oder offizinalis, kann man davon ausgehen, dass es sich um ein heilkaut handelt;

* bei der ernte sollte möglichst kein metall (lieber holz, kupfer, gold) verwendet werden;
* blätter werden (sauber und trocken) im frühsommer geerntet (möglichst bei zunehmendem mond und in den frühen morgenstunden, bevor die ätherischen öle verduften);
* blüten werden (sauber und trocken) bei vollblüte (möglichst mittags) geerntet;
* samen werden dann geerntet, wenn sie fast von selbst aus ihren schoten fallen;* wurzeln werden im herbst oder winter geerntet, wenn sich die stoffe der pflanze darin zurückgezogen haben;
* rinden (wussten sie, dass beispielsweise weidenrinde acytylsalicylsäure enthält?!) sollten ebenfalls gegen ende des jahres geerntet werden;

* zum konservieren (hier sind wir wieder beim erinnern!) können 9o% aller kräuter getrocknet werden;
* das trocknen sollte an einem warmen (25-35°C), sonnengeschützten, luftigen ort erfolgen:
° blätter am stengeln können als kräuterstrauß gebunden werden (dabei sollte man darauf achten, dass keine blätter eingequetscht werden, die dann schimmeln könnten);
° blüten oder einzelne blätter lassen sich gut auf einem gitter trocknen;
° wurzeln können auch im backofen (bei max. 42°C) getrocknet werden;
° nach dem trocknen die kräuter in dosen, dunklen gläsern oder papiertüten (nicht in stoff!) lagern;
* das einfrieren konserviert kräuter, die durch das trocknen ihr aroma verlieren würden;
* viele kräuter lassen sich auch in alkohol einlegen;
* ebenso konservieren essig oder öl die aromen;
* salz, zucker und honig können ebenfalls als ‹vorratskammern› dienen.

und wer lust hat, in drei wochen dabei zu sein – meines wissens sind noch plätze frei!

zweiterKräuterworkshop_violett

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Responses

  1. Wow! Das klingt aber spannend! Mir fehlen dafür Geduld und das richtige Händchen … aber ich lese gern mit. … und bin gespannt auf Deine Erntebilder, die ja sicher folgen. ;-)

    • Ich muss ja sagen, dass ich die meisten meiner Kräuter am liebsten frisch vom Balkongärtchen (und dadurch meist unphotographiert ;o)) esse…

  2. Liebe Mirjam!
    Herzlichen Glückwunsch zum 1000. post auf ‚dietauschlade‘!

    Wir fühlen uns reich beschenkt durch alle Gedanken, Bilder und Zitate!
    Wir sind räumlich weit weg – doch gleichzeitig nah & verbunden.

    Den 1000. post feiern wir, mit erfrischendem Sirup aus Mamuschkas Vorräten, schon bald, in deinem Garten hoch über der großen Stadt…

    Sonnengrüße aus der Heimat

    Die Mamuschka & der Schrat

    • Vielen Dank, Ihr zwei Lieben!
      Ich freue mich schon sehr aufs gemeinsame Feiern im Balkongärtchen!
      Auf bald!

  3. ach, der herr bohne mal wieder!! schön, dass weitergeht! rosmarin, thymian, salbei und majoran trockne ich immer sehr gerne und mache mir eine italienische mischung für pizza und pasta daraus.
    viel freude am nächsten workshop und grüße an herrn b. von mir. falls er sich nicht an meinen namen erinnert: ich hab damals im haus der familie in bs gearbeitet.

    • danke. es wird bestimmt auch beim nächsten mal wieder klasse!
      die grüße richte ich aus!

  4. […] ging es um die grundlagen des kräutergärtnerns und das aussäen der ersten kräuter; bei n°2 im frühsommer ging es um ernte und lagerung der kräuter; bei n°3 im sommer haben nochmal unser […]


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