Verfasst von: dietauschlade | 26 Juli 2015

weiter weg zum werbellinsee

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Der Radfahrer kann neue Ziele seiner Wahl erreichen,
ohne daß sein Gefährt einen Raum zerstört,
der besser dem Leben dienen könnte.
(Ivan Illich: Energie und Gerechtigkeit)

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Auf dem Fahrrad kann der Mensch sich drei- bis viermal schneller fortbewegen als der Fußgänger, doch er verbraucht dabei fünfmal weniger Energie. Auf flacher Straße bewegt er ein Gramm seines Gewichts einen Kilometer weit unter Verausgabung von nur o,15 Kalorien. Das Fahrrad ist der perfekte Apparat, der die metabolische Energie des Menschen befähigt, den Bewegungswiderstand zu überwinden. Mit diesem Gerät ausgestattet, übertrifft der Mensch nicht nur die Leistung aller Maschinen, sondern auch die aller Tiere. (Ivan Illich: Energie und Gerechtigkeit)

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Fahrräder ermöglichen es dem Menschen, sich schneller fortzubewegen, ohne nennenswerte Mengen von knappem Raum, knapper Energie oder knapper Zeit zu beanspruchen. Er benötigt weniger Stunden pro Kilometer und reist doch mehr Kilometer im Jahr. Er kann den Nutzen technologischer Errungenschaften genießen, ohne die Pläne, die Energie oder den Raum anderer übermäßig zu beanspruchen.  Er wird Herr seiner Bewegung, ohne die seiner Mitmenschen wesentlich zu beeinträchtigen. Sein neues Werkzeug schafft nur solche Bedürfnisse, die es auch befriedigen kann. Jede Steigerung der motorisierten Beschleunigung schafft neue Ansprüche an Raum und Zeit. Die Verwendung des Fahrrades beschränkt sich von selbst. (Ivan Illich: Energie und Gerechtigkeit)

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wie gut, dass es fahrräder gibt. so kann man ‹mal eben› von berlin an den werbellinsee und zurück fahren. vorbei an kleinen häuschen, einer alten mühle und neu bewohnten herrenhäusern. entlang an bächen mit kleinen brücken und grünen feldern (auch mal mit storch oder reh). durch kiefernwälder mit birkenhainen. gestärkt mit tee und kaffee vom liebsten, mit geschmierten und üppig belegten brötchen vom schrat, mit den freundlichen und interessanten worten der mamuschka sowie mit den kleinen himbeeren am wegesrand. am werbellinsee herzlich und gastfreundlich empfangen von deren schwiegereltern und dem schwesterherz. und natürlich von der mittlerweile schon ganz schön großen nichte, die fröhlich und fast gar nicht mehr wackelig an den see läuft. nach dem füße kühlen und einer runde schwimmen, machen wir uns auch schon wieder auf den heimweg. (auf dem wir sogar noch zwei frisch erblühte holunderdolden und einige lindenblüten entdecken, die an ort und stelle zu einem erfrischenden tee gekocht werden). und nach einem späten kartoffelsalat mit (veganen) würstchen am heimischen esstisch, fallen wir erschöpft, doch sehr fidel in unsere betten!

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Responses

  1. Schön bebildert – und geschildert… :-)

  2. […] in der eisdiele im ort. ein liebevoll gerichtetes frühstück am letzten tag. und des schrats belegte brötchen für die lange fahrt. danke […]

  3. […] unerschrocken, sorgfältig, achtsam, beständig, vorwärts blickend (und in Begleitung des Schrats) fährst Du auf Deinem roten Rad durchs Leben. Nebenbei kochst Du Marmelade, pflückst Blumen und […]


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