Verfasst von: dietauschlade | 17 November 2016

grüne tomaten.

chutney

Sie züchte im Gemüsebeet Tomaten. Seit 5o Jahren pflanze sie die Früchte an, und jeden Spätsommer, wenn sie reif waren, würden sie geerntet und hinten im Hof in einem großen Topf zusammengekocht – bis das Wasser verdampft war und die Masse eindickte. Dann gebe sie Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker hinein und fülle alles in Einmachgläser, als Reserve für den Winter. (…) Das Geheimnis ihrer Tomatensoße sei die Erinnerung. Mir war nicht ganz klar, was sie damit meinte, also erklärte sie es mir: Wenn man sein ganzes Leben lang Tomaten züchte, gebe man an jede Tomate das Gedächtnis früherer Ernten weiter. Im gusseisernen Kessel stecke die Erinnerung an den letzten Herbst und in jedem Tomatenglas alles Vergangene und Gegenwärtige. (Joel Haahtela: Der Schmetterlingssammler)

in diesem sommer konnten wir eine reiche tomatenernte genießen. und doch blieben im herbst viele grüne tomaten an den pflanzen hängen, die nicht mehr rot wurden. bisher habe ich diese immer in eierkartons nachreifen lassen. da dies mal mehr, oftmals aber eher weniger erfolgreich war, habe ich in diesem jahr beschlossen, aus den restlichen, unreifen tomaten ein chutney zu kochen. im netz findet man unglaublich viele unterschiedliche rezepte – so dass ich irgendwann den überblick verlor und einfach ein eigenes zusammengestellt habe: etwa 78og grüne (vorgekochte!) tomaten, 2 zwiebeln, 1 saurer apfel in kleinste würfel schneiden und mit 7el weißem balsamicoessig sowie dem saft einer ½ limette in einem topf erhitzen. 2 knoblauchzehen, 2cm einer ingwerwurzeln sowie 1o getrocknete datteln fein hacken und dazugeben. das ganze mit 8el rohrzucker, 1tl salz, 1tl cayennepfeffer und 1tl schwarzem curry würzen. de masse mindestens 3o minuten einkochen lassen und anschließend in sterile gläser füllen. das süßsaure chutney schmeckt hervorragend zu einem herbwürzigen käse!

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Responses

  1. …allein … hier gibt es keine …
    und ich dacht schon du hast ein rezept für die gebratenen ;) ?
    – weil ich den film schon so lange nicht mehr sah …

    lg daniela

  2. ja, ich war auch traurig, dass ich ’nur‘ die 78og grüne tomaten übrig hatte… (aber vielleicht funktioniert das rezept ja auch als aubergine- oder zucchini-chutney?!)

    gebratene grüne tomaten würde ich auch gerne mal probieren (wobei ich glaube, dass es sich dabei nicht um unreife sondern um eine grüne sorte tomaten handelt…)! und den film muss ich auch mal wieder gucken. lang lang ist’s auch bei mir her :o)

  3. Ich liebe die Bücher von Joel Haahtela! Kennst Du „Sehnsucht nach Elena“…das habe ich erst kürzlich wiedergelesen.Liebe Grüße, Taija

    • Das habe ich hier noch liegen – und werde es wohl bald anfangen :o)

  4. Wie schade, dass ich keine grünen Tomaten mehr habe… Ich lasse sie zusammen mit einem Apfel in einer Papiertüte reifen, hat geklappt ;-) Lieben Gruß und lasst es euch schmecken – Ghislana

    • Sicherlich klappt es auch mit einem anderen Gemüse!
      Herzliche Grüße!

  5. ich dachte immer, dass grüne tomaten wegen des solanins sehr giftig sind und habe eben nochmal geg*ogelt. sie sind es in rohem zustand tatsächlich und zwar ziemlich heftig. das solanin verschwindet aber angeblich, wenn man sie erst einmal in wasser kocht (solanin ist wasserlöslich), das kochwasser wegschüttet und dann erst weiterverarbeitet. entschuldige, ich will nicht besserwisserisch sein, aber wenn du noch stillst iss bitte nicht zu viel auf einmal von deinem chutney!! (http://www.krautundrueben.de/gruene-tomaten-essen)
    liebe grüße von mano

    • liebe mano, herzlichen dank für deine sorge! ich hatte mich da auch informiert und gelesen, dass man die grünen tomaten als chutney ganz gut essen kann, da man ja nie große mengen zu sich nimmt. aber du hast recht – beim stillen sollte ich da vorsichtig sein. (dann freut sich der liebste, dass er mehr vom chutney hat :o)).
      den tipp mit dem vorher kochen nehme ich direkt ins rezept auf. danke!

      herzlichste grüße
      mirjam

  6. Liebste Mirjam!
    Danke für die Kostprobe des Grüne-Tomaten-Chutneys!
    Heute beim ausgiebigen Frühstück mit dem Schrat und den Twins, genoss ich ein DInkelbrötchen mit Rote Beete-Ingver-Aufstrich, Käse, frischen Kräutern, der letzten Tomate aus dem Garten und dann ein kleines Löffelchen Chutney.
    Sonnabendlich schön!

    ‚Meine Teeniemädels‘ sind auch ganz hin und weg. Nun muss ich die Portionen rationieren…

    Liebste Grüße
    Mamuschka


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