Verfasst von: dietauschlade | 15 Februar 2017

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[…] das Bedürfnis nach autonomem Handeln wird ignoriert,
während die Bedürfnisse nach Waren, die man besitzen kann, vervielfacht werden.
(Ivan Illich: Fortschrittsmythen)

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welch wunderbare erfindung, solch ein sonntag. ohne waren. mit viel zeit. wenn auch dieses mal nicht genug, um direkt die 12 photos des 12ten tag des monats zu bündeln und zu veröffentlichen. nun aber. bereits des nachts begann ich – träumend – mit den zwölf photos. eines der traumbilder [5] stellte ich morgens nach. beim aufwachen begrüßten mich zwei kleine füße [1], die ihren weg aus dem schlafanzug gefunden hatten. nachdem der liebste den augustjungen gewickelt und angezogen hatte, legte er sich nochmal hin und ich schrieb bei der ersten tasse kaffee [9] obiges zitat in die schwarzen hefte. danach bereitete ich das frühstück. käse- und marmeladebrote für mich sowie brotkanten und bananenschnittchen für das söhnchen [1o]. dazu tee und wasser. und dann gingen die aktivitäten des tages in meiner erinnerung ineinander über: spülmaschine ein- und ausräumen [8]. ein paar kleidungsstücke flicken [2]. einen kleinen marmorkuchen backen [6] und danach eine siesta auf dem sofa machen[3]. bücher angucken [12] und sterne falten [11]. dem liebsten zuhören, der uns das fliegende klassenzimmer vorliest [7] und als abschluss des tages den passenden film schauen [4].

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Responses

  1. Was für in schöner Tag! Wie ich sehe, hat der Augustjunge dieselbe Lektüre wie mein kleines Mädchen.

    • Das wundert mich ja gar nicht :o)

      • Mich auch nicht :) Und wir lesen sie übrigens auch bereits in der zweiten Runde!

      • (Und das erstaunt mich auch überhaupt nicht :o)) Wie schön!!!

  2. „Da der Tag nach wie vor nur 24 Stunden hat, die Anzahl der Dinge und Erlebnisse, die wir uns kaufen können, jedoch geradezu explodiert, konkurrieren sie um die knappe Aufmerksamkeit. Folglich wird jeder Sache und Handlung eine immer geringere Zeitdosis zuteil.
    Gleichzeitig sitzt uns die Angst im Nacken etwas zu versäumen, wenn wir uns zu lange mit einem Objekt aufhalten. So wird Konsumwohlstand zur Strapaze […]“
    Niko Paech (in Zeitwohlstand)

    Ich freue mich auf das baldige wiedersehen und die gemeinsame Zeit. Liebe Grüße,

    matthew

    • Ein wunderbares und so treffendes Zitat! (Das muss ich bald noch verknüpfen.) Bis bald. Wir freuen uns auch sehr!

  3. […] einen kaffee für mich und ein bananenbrot [7] für den augustjungen. gerne hätte ich mich dann wie gewohnt an meine schwarzen hefte gesetzt, doch stattdessen ärgere ich mich mit meinem tragbaren telefon […]


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