Verfasst von: dietauschlade | 11 September 2017

augustFreuden [2]

Die Zeit zog sich zusammen, sie rollte sich ein und faltete sich.
(Julia Franck: Die Mittagsfrau)

tatsächlich kam mir der august sehr lange vor. immer wieder tauchte hier noch ein moment und dort noch ein stückchen zeit auf. und in vielen kleinen zeitfalten siedelte sich manch schöne und freudige erinnerung an:

da war das auflesen und verköstigen der zimtsüßen mirabellen [1] vor dem haus der freiburg freunde. die freude des augustjungen über den anblick der schweinefamilie [2] auf dem bauernhof, sein entzücken beim nachgucken der seifenblasen [3] an seinem geburtstag, seine begeisterung, auf dem klavier zu klimpern [13] und seine ausdauer, kartoffelschalen aus der und in die schale zu befördern [8]. die frisch gepflückten brombeeren [4] bei der mamuschka und dem schrat, kaffeetrinken unterm kirschbaum [6] und frisch gebackene waffeln [18] sowie viele gemütliche eckchen [5;11;12] im und um das haus herum. am esstisch haben der dichterbruder und ich manch augenblick damit verbracht, ausgeschnittene wörter auszulegen, zu sortieren, zu suchen und endlich auch zusammenzufügen [1o]. schön war der besuch mit meinen beiden brüdern und dem augustjungen bei unseren ersatzgroßeltern [19], die auch mit anfang/mitte neunzig noch fröhlich und fidel zusammenleben. sehr genossen habe ich die lesemomente auf der rückfahrt nach berlin [2o] und während eines besuchs (ganz allein) unseres lieblingsrestaurants [16] vor einer verabredung in mitte. da war die sommerpost von lisa [7] und taija [9] bei unserer rückkehr und einige tage später die nachricht, dass meine dritte nichte geboren wurde (juchhu, noch ein augustkind in der familie). überrascht haben mich zwei übersehene buschbohnenschoten [14], die nun den grundstock für die aussaat im nächsten frühjahr bilden. und dann waren da noch die drei zucchinis [16], die jemand zum verschenken auf einer winterstreukiste am straßenrand deponiert hatte (und von denen eine im kinderwagen landete und vom liebsten zu einem köstlichen mittagessen verarbeitet wurde). außerdem habe ich viele wunderbare momente mit dem augustjungen auf dem balkon verbracht und so einige von ömchens walderdbeeren [15] gepflückt (nur diese paar früchte sind auf dem tellerchen gelandet – die allermeisten wurden an ort und stelle verspeist).

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Responses

  1. Ich mag Deine Freudensammlung immer wieder so gerne! Und Häuser mit schönen Ecken liebe ich! Hab an Dich gedacht, als ich nur durchreisend kurz- noch mit den finnischen Wäldern im Herzen- in Berlin war.Einen schönen September wünscht Euch, Taija

    • Ach, die finnischen Wälder hätte ich auch gerne mal im Herzen. Irgendwann vielleicht… Herzlichste Oktobergrüße zurück!

  2. Augustfreuden, an denen man sich wirklich so freuen kann… Lieben Gruß Ghislana


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