Verfasst von: dietauschlade | 12 Oktober 2017

12von12

En octobre, il fait déjà froid.
Les hirondelles quittent les toits.
Les champignons se montrent du doigt.
Les feuilles mortes crissent sous les pas.
Me disent tout bas: l’automne est là!

der zwölfte tag des monats, den ich mit zwölf bildern festhalte, ist ein herbsttag wie er im gedichte steht. um kurz vor sechs stehe ich auf. so in der früh ist es noch ziemlich kalt in der wohnung und ich bin froh, dass ich das wärmende (stillfreundliche) leinennachthemd [8] trage (mit passender erster initialie), welches ich vor knapp zwei jahren bei gittas adventskalender ersteigert habe. ihre wunderbaren wollpuschen [5], mit denen sie mich vor ein paar jahren überraschte und erfreute, wärmen mich an den füßen während ich meinen ersten kaffee trinke, nachrichten und den ein oder anderen artikel lese. zwischendurch stille ich zum abschluss der nacht noch einmal den augustjungen und mache mich dann fertig und auf zum sbahnhof. mit dem fahrrad bin ich zum glück schnell dort und warte nur kurze zwei minuten [1] bis meine sbahn einfährt. nach einem umstieg in die tram komme ich um kurz nach halb acht an der schule an und dann beginnt auch schon ein ganz normaler arbeitstag. mit den kindern der zweiten klasse lerne ich obiges herbstgedicht. wir sprechen gemeinsam die verse, wir singen eine melodie dazu. die kinder können rätsel lösen und arbeitsblätter ausfüllen. oder das gedicht gemeinsam mit mir sprechen und – vers für vers – ablaufen [4]. in der sechsten klasse erstellen wir gerade lapbooks zu einem frei gewählten frankreich-thema. allen macht das arbeiten große freude (auch wenn weder meines [2] noch die lapbooks der kinder an die fabouleusen werke von sybille heranreichen!). daneben gibt es aber auch ganz alltägliche lese- und vokabelübungen, wiederholungsspiele, merktexte und viele, viele ritualisierte lieder und reime. in meiner donnerstäglichen langen mittagspause bereite ich ein paar unterrichtsstunden für die nächste woche vor, trinke (so wie immer) meinen chaitee, genieße meine käsestullen [7] und finde sogar etwas zeit, um an dem wärmenden oberteil für den augustjungen weiterzustricken [3]. irgendwann in der mitte des nachmittags ist der schultag für mich zu ende und ich mache mich auf den heimweg. zwischendurch kaufe ich noch ein paar kleinigkeiten ein und komme gegen vier bei dem liebsten und dem augustjungen zu hause an. letzterer möchte gerne gestillt werden und danach esse ich noch die reste des mittagessens, die der liebste mir gewärmt hat. auf dem esstisch liegt ein paket von franziska, über das ich mich sehr gefreut habe und dessen inhalt ich ganz wunderbar gebrauchen kann (danke ♥). nach dem gemeinsamen kaffeetrinken zu dritt bringen die beiden herren des hauses den müll runter [12], ölen das fahrradschloss und rutschen noch ein paar runden auf der rutsche hinter dem haus, während ich das bad putze. danach bekommt der augustjunge sein abendbrot und der liebste bringt ihn ins bett. ich schwinge mich nochmal auf mein fahrrad und fahre zum café eden [6]. ich bringe unseren kompost weg und treffe mich kurz mit ayumi; wir sollen andere windelüberhosen als die bisherigen mit den dycle-einlagen testen. als ich nach hause komme, duftet es schon nach eierkuchen [11]. der liebste empfängt mich mit einer süßen kostprobe und danach bereiten wir noch gemeinsam die herzhafte füllung vor. als für jede(n) drei herzhafte crêpes gerollt sind, gucken wir seit langem mal wieder ein paar serienfolgen und genießen die leckere abendmahlzeit.

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Responses

  1. Du arbeitest wieder, und es geht gut, wie es klingt, für euch drei. Wunderbar. Ein Tag im Fluss… Lieben Gruß Ghislana

    • Ja, es geht wunderbar mit uns dreien. Und wir freuen uns, dass es weiterhin mit einer 3-Schul-Tage-Woche klappt, so dass wir immer noch sehr viel Zeit zu dritt haben :o)

  2. gerade geht mir noch der satz „lieber dreckige hände als eine dreckige seele“ im kopf herum, da freu ich mich auch schon wieder an deinen 12 und an dem hinweis auf sybilles blog. gemopst hab ich da gleich was für mein tagebuch / sketchbook. diese schöne scheibe zum drehen nämlich, die werd ich bestimmt noch öfter einsetzen. die lapbooks finde ich überhaupt sehr spannend, meine aber, dass sie nicht perfekt sein müssen, ein bisschen wildheit schadet da nicht!
    liebe grüße von mano
    und ein ps: ich hab mich gefreut, dass dir das sonnenblau so gut gefallen hat. im nächsten sommer geht es weiter!

    • ja, das stimmt – die wildheit in lapbooks darf nicht fehlen. aber vielleicht ist es gerade die, die mir bei meinem (noch) fehlt. das spielerische und unerwartete kann noch ein wenig ausgebaut werden. (und für so tolle zeichnungen wie die von sybille fehlen mir können und auch die zeit). ja, das sonnenblau ist wunderbar. möge der nächste sommer schön sonnig werden :o)
      herzlichst, mirjam

  3. Wie schön, daß die Hausschuhe zum Einsatz kommen. So war es gedacht… Schafskleid. So eine friedliche Familie ! LG Gitta


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