Verfasst von: dietauschlade | 11 Februar 2018

januarFreuden

»Alles zu seiner Zeit«, sagte Marguerite. »[…] Man darf im Leben nicht alles auf einmal machen.«
(Erik Orsenna: Gabriel II oder Was kostet die Welt)

im januar (der mir in diesem jahr sehr, sehr lang vorkam) haben wir nur wenige sachen gleichzeitig gemacht. es fehlte einfach die kraft. bis auf die erste woche war fast immer eine*r oder zwei von uns dreien krank und so ließen wir den monat und das neue jahr ganz langsam angehen. dennoch haben sich auch in diesem anstrengenden monat einige freuden angesammelt (einfach der bilderreihe nach):

[1;7] die stunde der wintervögel, bei der ich mitgemacht und (mit viel freude und vielen kleidungsschichten) vögel gezählt habe.
[2;4] der augustjunge, der mit viel ausdauer walnüsse, filzkugeln und allerlei andere fundstücke von einer schüssel in die andere löffelt | schüttet | wirft | setzt und rührt.
[3;12] die schar der distelfinken (an die 3o stück!), die fast täglich in der ulme, im ahorn oder der großen kastanie saßen.
[4] die lapbooks, die die sechstklässler in den letzten monaten mit großer begeisterung erstellten und nun endlich ausgestellt und gegenseitig bewundert haben.
[5] der knoblauch, der bereits austrieb und den ich kurzerhand in eine pflanzkiste steckte. möge er dort sprießen und wachsen.
[8] die ausstellung  jeanne mammen, die ich mit der unbekannten nachbarin besuchte.
[9] die unerwarteten grüße, die ich aus dem briefkasten fischte. ♥lichen dank!
[1o] der besuch der bücherprinzessin mit ihrer kleinen tochter ganz zu beginn des neuen jahres. und das freundliche miteinander der beiden fast gleichaltrigen kinder.
[11] die galette des rois, die ich für die drittklässler*innen gebacken hatte und über die diese sich unglaublich gefreut und ihr jeweiliges stück sehr genossen haben.

und dann noch all die freundlichen kommentare, die sich hier im laufe des januars auf der tauschlade eingefunden haben. ich habe es leider nicht geschafft, auf alle einzeln zu antworten, doch habe ich mich sehr über jeden einzelnen gefreut. von ♥en danke!

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Responses

  1. So ist es gut, dass das Licht mit Macht wiederkommt. Der Januar ist immer am schwersten mit Leichtigkeit zu füllen, finde ich. Vor allem, wenn er so mit Sonnenstrahlen geizt wie der diesjährige. Wie schön, dass Du trotz der Dunkelheiten und der anstrengenden Erkrankungen Freudenmomente gesammelt und für Dich und für uns festgehalten hast!
    Genest hoffentlich vollständig und genießt den ersten Vogelgesang und den Vorfrühling!
    Lieben Lisagruß!!

    • Ja, über das Licht freue ich mich auch so so sehr! Normalerweise mag ich den Januar ganz gern (und empfinde den Februar als zehrend). Meist schneit es da nochmal kräftig und es ist winterlich schön. Aber in diesem Jahr ist es wohl umgekehrt…
      Herzliche Grüße zurück!
      Mirjam

  2. Liebe Mirjam, der Januar hatte es in sich! Bei mir war er müde bis turbulent, aber jetzt wird es allerhöchste Zeit, dass ich mich bei dir für das kleine Schächtelchen zum Freudesammeln bedanke! All die kleinen Worte & das Papierkonfetti habe ich schon in mein Atelier getragen. Jetzt hoffe ich, dass die Sonne uns weiterhin wachküsst & alle Wintermüdigkeit & Krankheit vertreibt. Gerade lese ich ein englisches Buch „Birds Art Life Death“ von Kyo McLear. Dein Foto mit Fernglas erinnert mich daran, wie die Autorin die Vögel der Stadt für sich entdeckt: „Now when I hear birdsong, I feel an entry to that understory. When I am feeling too squeezed on the ground, exhausted by everything in my care, I look for a little sky. There are always birds flying back and forth, city birds flitting around our human edges, singing their songs.“
    Liebe Grüsse in den lichten Tag, Ina.

  3. Liebe Mirjam,
    es macht immer wieder Freude, deine farblich abgestimmtem Biderreihen zu betrachten…
    … Ich finde, dass der Augustjunge einfach mit wunderbaren Dingen werkeln darf. Er schaut so konzentriert drein, vertieft im Augenblick und strahlt Zufriedenheit & Gelassenheit aus. Wunderschön!

    …Das Kunstwerk von Jeanne Mammen erinnert mich an unseren Museumsbesuch „Stadt der Frauen“ im Stadtmuseum Berlin- kurz vor der Geburt des Augustjungen –
    Da schauten wir uns lange die Collagen von Jeanne Mammen an, weißt Du noch?

    …Auf die Seite der ‚bücherprinzessin‘ werde ich nach Feierabend bestimmt noch öfter gehen, mich spricht ihr interessantes und persönliches rezensieren sehr an!

    … und die ‚Galette des Rois‘ mit kleinem Krönchen, für jede Schülerin, jeden Schüler! Welch eine begnadete Lehrerin Du bist!!!
    ‚Deine Kinder‘ werden den Geruch von frischgebackenen ‚Galette des Rois‘
    mit Dir verbinden und manche Schulstunde als ‚Feierstunde‘ in Erinnerung behalten!

    Dazu fällt mir ein Zitat von Susanna Tamaro ein in „Antworte mir“
    „Normalerweise begreifen Blinde über ihren Tastsinn, wohin sie zu gehen haben. Ich würde auf andere Weise blind sein, ich würde mich durchschnuppern. Ich würde den Geruch der roten und der grünen Ampel riechen, den Geruch des Regens und den noch eindringlicheren vor dem Schneefall (…) “ Seite 14

    Herzliche Grüße aus der Heimat!

    Die Mamuschka

  4. Mit dem Licht kommt auch die Kraft. So ist es immer wieder in dieser zähen Jahreszeit. Und wenn sie uns lehrt, nicht zu viel auf einmal zu tun, dann bewirkt sie damit ja auch etwas Gutes. Ich für meinen Teil müsste eigentlich Winterschlafen…und so viele schöne Momente gab er dennoch her, der Januar. sei herzlichst gegrüßt, Taija


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