Verfasst von: dietauschlade | 11 März 2018

februarFreuden

Zdulko schaute ihm zu und sagte: »Ja, ja. Wie die Zeit so vergeht mit der Zeit.«
(Janosch: Polski Blues)

während die zeit im januar scheinbar sehr langsam verging, flog der februar nur so dahin. vielleicht lag es daran, dass keine woche der anderen (und noch nicht mal einer normalen alltagswoche) glich?! vielleicht lag es auch an den vielen kleinen freuden, die dieser kurze monat bereithielt.

da war zu beginn des monats das wochenende bei der schwägerin und ihrem liebsten in mainz. hier gab es unglaublich leckeres essen, leckeren kaffee, gute gespräche, einen spaziergang am rhein und durch die stadt [15], ein wiedersehen mit alter [12] und das entdecken unbekannter straßenkunstwerke [16;18]. im anschluss waren wir noch ein paar wenige tage in der alten heimat. wir verbrachten fröhliche stunden in der gemütlichen wohnung meiner eltern [1;3;4;6;9;17;19;23], genossen gemeinsam die burger [22], die der dichterbruder und der liebste gekocht hatten, und die spaziergänge durch den winterlichen pfälzer wald [13]. am ende unserer reise machten wir noch einen kurzen abstecher in meine alte studienstadt: der professor, bei dem ich meine magisterarbeit geschrieben hatte und der mich nachhaltig geprägt und beeindruckt hat, wurde verabschiedet [1o]. außerdem nutzen wir die gelegenheit, um meine schwester und unsere jüngsten nichte [11] für eine nacht zu besuchen, bis in die puppen zu erzählen (und dabei popcorn [8] zu essen).

schon wenige tage nach unserer rückkehr kam der dichterbruder für ein langes wochenende zu besuch und danach leider erneut eine krankheitswelle. glücklicherweise mischten sich auch kleine freuden dazu. beispielsweise der frischgebackene hefezopf [2], von dem wir fast eine woche gezehrt haben. oder die schneedecke [5], die mich eines morgens beim aussteigen aus der straßenbahn am anderen ende der stadt überraschte. das wunderbare kunstwerk von der papiertänzerin[7], welches ich eines tages völlig unerwartet im briefkasten entdeckte (♥). der augustjunge, der voller freude mit besen, staubsauger [14] durch die wohnung wirbelt, und am liebsten jeden tag einen kuchen [2o] backen würde (um den mixer zu bedienen und die rührbesen abzulecken). das erste grün (knoblauch) [21], welches wir an einem herrlich sonnigen nachmittag [25] im balkongärtchen entdeckten. und endlich die ersten schneeglöckchen in pankow [24].

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Responses

  1. da war der februar ja wirklich erfreulicher als der januar für euch. ich hab mich so gefreut, die wunderkammer an richtiger stelle (!) wiederzuentdecken! ich glaube, die wohnung deiner eltern wäre für mich auch ein kleines paradies.
    ein stück hefezopf würde ich jetzt auch gern zum frühstück naschen!
    liebe grüße und einen wunderbaren märz für euch!
    mano

    • liebe mano!
      ja die wunderkammer ist ein wahres kleinod und ich danke dir herzlich dafür!
      -die wohnung ein kleines paradies, schriebst du… ja, es ist so, und ich sage es demütig, mit worten von reinhard mey, sage ich es:

      „(…) da kommt ein wildfremder an deinen tisch und macht dir klar:
      du hast alles, was du wolltest! was um alles in der welt,
      wieviel unwichtiges zeug dir oft den blick darauf verstellt!
      manchmal braucht es einen fremden, der dir den spiegel vorhält: „what a lucky man you are!“

      danke, du liebe fremde, für den spiegel, den du mir vorhälst!

      herzliche grüße von mirjam’s

      mamuschka

  2. Deine Bilder erzählen Geschichten von kleinen Welten, die in der grossen Welt verborgen sind. Wünsch dir eine gute Woche, mit viel Frühling! Liebe Grüße, Ina.

  3. Liebe Mirjam!
    Welch eine Wonne ist es für mich, auf dem Sofa liegend, (die Grippewelle hört nicht auf), deine ‚FebruarFreuden‘ anzuschauen und an die schönen gemeinsamen Stunden im Februar zurückzudenken…

    …Besonders gefielen mir:

    – das Rilkegedicht aus Wortschnipseln
    – das (von dir gedichtete?) Lied für Monsieur Minuit
    – dein gelungener vierfach geflochtener Hefezopf
    – die goldene Uhr meiner Mutter auf Bild 1 die ich in ‚Schachteln 2018‘ erwähnte und ein Foto von ihr auf Bild 4 (die Zweite von links ist meine Mutter und ganz links ihr Vater. Mein Großvater.)

    Wenn ich die Bilder des Augustjungen anschaue dann kann ich nur sagen:
    „Hic habitat felicitas“ – Hier wohnt das Glück!

    (Dies las ich vorhin in meiner Bettlektüre: „Der kleine Grenzverkehr“ von Erich Kästner, Seite 17).

    Herzliche Grüße von deiner dankbaren

    Mamuschka

  4. Ich schließe mich Mano an…eine Wohnung, der man das achtsame Leben ansieht ist ein Ort der Geborgenheit. Mit Büchern leben, die Dinge schätzen und pflegen und miteinander Tisch und Freude teilen. Solchen Wohnräumen sieht man die gute Seele an. Eine ganz wunderbare Februar-Sammlung hast Du gemacht :-). Liebe Grüße, Taija

    • Liebe Taija,
      Dein Kommentar erfreute mein Herz!
      Erst fand ich gar nicht die Worte Dir zu schreiben, aber beim Nachsinnen verstehe ich, was mich an Deinen Worten so beeindruckte:

      Du siehst mehr! Du siehst was dahinter ist!
      Und weil Du so manches von meinem Wesen beschriebst, war ich so gerührt!
      Ich danke Dir herzlich und sage, was ich auch Mano sagte:
      „Danke, du liebe Fremde, für den Spiegel, den du mir vorhälst!“

      Herzliche Grüße von Mirjam’s Mamuschka

      PS:
      Es ist merkwürdig, aber manchmal mache ich 5-Minuten-Urlaube auf der Tauschlade um mir Bilder von unserm Haus & Garten anzusehen.

      Ich erfreue mich an den kleinen Ecken und Winkeln, die Mirjam mit ihrem Photografinnenblick so liebevoll festhält.

      …Und dann gehe ich – froh & dankbar- zurück in den Alltag:
      hänge Wäsche auf, spüle, sauge und putze… wahrscheinlich wird das Putzwasser heute abgekühlt sein. Macht nicht’s. Es war schön, hier, mit Dir, zu verweilen…


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